Vier Werkzeuge, vier Missionen. Du lernst, indem du selbst etwas tust und kleine Rätsel löst. Heute freigegeben: der Laser.
Stellt ein beschädigtes Beweisstück exakt nach: in Form schneiden und einen Code eingravieren — aus dem richtigen Material.
Ein sichergestelltes Beweisstück — eine gravierte Platte mit einem Zugangscode — ist beschädigt. Eure Mission: die Form am Computer zeichnen, sauber mit dem Laser ausschneiden, den Code eingravieren und das passende Material wählen. Nur dann gibt der Code den nächsten Hinweis frei.
Arbeite dich von oben nach unten. Schließe einen Einsatz ab, um den nächsten freizuschalten.
Wie arbeitet ein Laser? Schneiden vs. Gravieren, Aufbau des Geräts, Beweis-Analyse.
Vektor-Design: Linien für Schnitt & Gravur, Schnittfuge einplanen, Maße entschlüsseln.
Welches Material darf rein (Achtung PVC!) · Forscher-Log: Leistung & Tempo testen.
Ablauf ordnen, Laser-Auftrag sicher einstellen, schneiden, gravieren und prüfen.
Entwirf etwas Eigenes: Namensschild, Anhänger oder eine kleine Steck-Box.
Geeignet: Sperrholz, Acrylglas, Pappe/Papier, pflanzlich gegerbtes Leder, Filz. Verboten: PVC/Vinyl/Kunstleder (Chlorgas), heikel: Polycarbonat, ABS. CO₂ schneidet kein Metall.
Vektorgrafik für Schnitt, Pixel/Flächen für Gravur. Kostenlos/üblich: Inkscape, VisiCut, LightBurn. Oft Farbcodierung (rot = schneiden, schwarz = gravieren).
Technik/Informatik, Mathe (Geometrie, Maße), Kunst (Design/Gravur). Gefördert: Problemlösen, Präzision, Materialkunde, Verantwortung, Medienkompetenz.
Der Forscher-Log macht die Reihe wissenschaftlich anschlussfähig: Vermutung → Test → Auswertung. Das knüpft an die Forschungskooperation mit der Ruhr-Universität Bochum an.
Quellen u. a.: Unfallkasse Baden-Württemberg „Sicherer Umgang mit Laserbearbeitungsmaschinen in der Schule"; medien-in-die-schule.de; lehrerfortbildung-bw.de (FabLab). Maße/Schnittfuge & Materialhinweise nach gängiger FabLab- und Hersteller-Praxis.
Ein Laser kann zweierlei: durch das Material schneiden oder die Oberfläche gravieren. Welche Aufgaben sind ein Schnitt (ganz durch)? Tippe die drei richtigen an.
Ein Lasercutter bündelt einen Lichtstrahl (meist ein CO₂-Laser) so stark, dass er Material an einer hauchdünnen Linie verbrennt, schmilzt oder verdampft. Daraus ergeben sich zwei Betriebsarten: Beim Schneiden fährt der Strahl Linien ab und trennt das Material ganz durch (dafür braucht man eine Vektorgrafik aus Linien). Beim Gravieren rastert der Strahl Flächen ab wie ein Drucker und trägt nur die Oberfläche ab — so entstehen Bilder, Schrift und Muster.
Lerne dein Gerät kennen: Ordne die fünf Begriffe den Nummern im Bild zu.
Tippe zuerst einen Begriff an, dann das passende Feld. Ein Feld erneut antippen leert es wieder.
Das Beweisstück ist eine kleine Platte mit genauem Umriss und einem eingravierten Code. Sie muss exakt passen und gut lesbar sein.
Welche drei Anforderungen muss unser nachgebautes Beweisstück erfüllen? Tippe sie an.
Was beschreibt Schneiden und Gravieren richtig?
Bevor der Laser loslegt, zeichnest du eine Vorlage am Computer — in einem kostenlosen Programm wie Inkscape oder LightBurn. Wichtig ist der Unterschied: Linien (Vektorgrafik) sagt dem Laser „hier schneiden", Flächen/Bilder bedeuten „hier gravieren". Viele Programme nutzen dafür Farben — zum Beispiel rote Linien = schneiden und schwarze Flächen = gravieren. Du arbeitest in Millimetern, damit alles genau passt.
In deiner Datei gibt es rote Linien (der Umriss) und eine schwarze Fläche (der Code). Was macht der Laser womit?
Schnittfuge einplanen: Der Laserstrahl frisst beim Schneiden eine schmale Fuge weg — etwa 0,2 mm. Ein Schlitz wird dadurch etwas breiter als gezeichnet. Damit ein 3,0 mm dickes Brett später fest im Schlitz steckt, zeichnest du den Schlitz 0,2 mm schmaler. Wie breit zeichnest du ihn (in mm)?
Womit planst du die Schnittlinien deiner Form?
Gut geeignet sind Holz/Sperrholz, Acrylglas, Pappe und Papier, echtes (pflanzlich gegerbtes) Leder und Filz. Wie tief der Laser schneidet, steuerst du über Leistung (wie stark) und Geschwindigkeit (wie schnell): zum Durchschneiden braucht es viel Leistung und langsames Tempo, zum Gravieren wenig Leistung und schnelles Tempo.
Material-Check: Welche Materialien darfst du in den Laser legen? Wähle alle sicheren aus.
Probier die zwei wichtigsten Einstellungen aus. Beobachte die Balken.
Du willst 3 mm Sperrholz sauber durchschneiden. Welche Einstellung passt?
Wir testen dasselbe Sperrholz mit drei Einstellungen und schauen, welche sauber durchschneidet.
Deine Vermutung: Welche Einstellung schneidet 3 mm Sperrholz sauber durch?
Wenig Leistung & schnell: schneidet nicht durch (nur angeritzt). Viel Leistung & langsam: sauberer Schnitt — perfekt. Viel Leistung & sehr langsam: die Kante verbrennt und wird schwarz. Es geht also um die richtige Balance aus Leistung und Tempo (zur Not ein zweiter Durchgang statt zu langsam).
Welche Einstellung war am besten?
Warum darf PVC niemals in den Laser?
Jetzt wird gelasert. Vorbereitung: Material prüfen (kein PVC!), flach auf den Wabentisch legen, Fokus auf die Oberfläche, Linien zuordnen (Schneiden/Gravieren). Dann Absaugung an und Deckel schließen. Beim Lasern immer dabeibleiben — der Laser darf nie unbeaufsichtigt laufen. Danach abkühlen lassen und vorsichtig entnehmen.
Bring den Ablauf in die richtige Reihenfolge — vom Entwurf bis zum fertigen Teil (1 = zuerst). Verschiebe mit den Pfeilen.
Stell den Laser-Auftrag sicher ein. Erst wenn alles stimmt, startet der Laser.
Das Teil ist abgekühlt und entnommen. Jetzt der entscheidende Test: Passt die Form und ist der Code lesbar?
Entwirf etwas Eigenes, das du schneiden und gravieren würdest. Wähle eine Idee oder bring deine eigene.
Stark gemacht. Du weißt jetzt, wie ein Laser schneidet und graviert, hast eine Vektor-Vorlage geplant, sicheres Material gewählt und den Auftrag richtig eingestellt.
Hinweis für die Homepage: PDF-Button mit eurer Lasercut-Handreichung verlinken.