Vier Werkzeuge, vier Missionen. Du lernst, indem du selbst etwas tust und kleine Rätsel löst. Heute freigegeben: der Schneideplotter.
Schneide ein getarntes Erkennungszeichen exakt aus Folie, hebe die Reste ab und übertrage es sauber auf eine Oberfläche.
Die Agentur braucht ein geheimes Signet — ein Zeichen, das man auf Koffer, Tür oder Shirt klebt und das nur Eingeweihte erkennen. Dein Werkzeug ist der Schneideplotter: Eine feine Klinge fährt die Linien deines Designs ab und schneidet die Folie — leise, ohne Hitze. Danach entgitterst du die überflüssigen Reste und überträgst das Zeichen mit Transferfolie. Das Schnittmuster bleibt geheim.
Arbeite dich von oben nach unten. Schließe einen Einsatz ab, um den nächsten freizuschalten.
Was kann ein Plotter schneiden? Aufbau des Geräts kennenlernen.
Kiss Cut: Schnitttiefe selbst einstellen · Forscher-Log: Testschnitt.
Reste ausheben (Mini-Spiel!) und das Motiv mit Transferfolie aufbringen.
Flexfolie aufs Shirt: spiegeln, richtig einstellen, plotten und pressen.
Sticker, Laptop-Zeichen oder ein SDG-Logo aufs T-Shirt — entwirf dein eigenes.
Pro Station: 1 Schneideplotter (Cricut/Silhouette), Klinge, Schneidematte, Krepp/Spachtel. Folien: Vinyl-/Klebefolie (Aufkleber), Flexfolie/HTV (Textil), Cardstock/Papier. Dazu Transferfolie und ein Entgitterhaken. Für Textil: Transferpresse oder Bügeleisen.
Vektor-Design in Silhouette Studio oder Cricut Design Space (kostenlos). Die Software wandelt das Design in Schnittlinien um. Schrift, Logos, einfache Formen — ideal für Typo- und Layout-Übungen.
Technik/Kunst (Design, Typografie, Komposition), Mathe (Maße, Spiegelung & Symmetrie), Informatik (Vektor, Software). Gefördert: Präzision, Planung, Hypothesen testen, Kreativität, Medienkompetenz.
Der Forscher-Log macht die Reihe wissenschaftlich anschlussfähig: Vermutung → Test → Auswertung. Das knüpft an die Forschungskooperation mit der Ruhr-Universität Bochum an.
Quellen u. a.: Roland DG „Erste Schritte mit einem Folienschneideplotter", Hersteller-/FabLab-Praxis (Silhouette/Cricut), Siser/Snaply (Flexfolie & Schnitteinstellungen). Inhalte eigenständig für BrainPunk formuliert.
Ein Schneideplotter schneidet mit einer feinen Klinge — nur dünne, biegsame Materialien. Welche drei kann er gut schneiden? Tippe sie an.
Du erstellst ein Design am Computer (z. B. in Silhouette Studio oder Cricut Design Space). Die Software rechnet es in Schnittlinien (Vektoren) um und schickt sie an den Plotter. Eine kleine Klinge fährt die Konturen ab und schneidet die Folie — leise und ohne Hitze, anders als beim Laser. Danach hebst du die Reste ab (entgittern) und überträgst dein Motiv auf den Untergrund.
Lerne dein Gerät kennen: Ordne die fünf Begriffe den Nummern im Bild zu.
Tippe zuerst einen Begriff an, dann das passende Feld. Ein Feld erneut antippen leert es wieder.
Warum ist der Plotter ideal für Aufkleber und Folien?
Worin unterscheiden sich Plotter und Laser am deutlichsten?
Folie besteht aus zwei Lagen: der Trägerfolie (Rückseite) und der Oberschicht mit Farbe und Kleber. Der Trick heißt Kiss Cut: Die Klinge schneidet die Oberschicht ganz durch, lässt die Trägerfolie aber heil. Schneidest du zu tief und trennst den Träger mit durch, zerfällt das Motiv in Einzelteile und lässt sich nicht mehr sauber übertragen.
Stell die Schnitttiefe ein und beobachte den Querschnitt. Finde den sauberen Kiss Cut.
Welche Einstellung ergibt einen sauberen Kiss Cut?
Profis machen vor dem echten Schnitt immer einen kleinen Testschnitt. Wir testen drei Tiefen am selben Folienrest.
Deine Vermutung: Welche Tiefe trennt die Folie sauber (Kiss Cut)?
Sehr flach: die Oberschicht reißt, der Schnitt ist unsauber. Mittlere Tiefe: sauberer Kiss Cut — Oberschicht durch, Träger heil. Maximale Tiefe: der Träger ist durchgeschnitten, das Motiv zerfällt. Es geht um die richtige Balance.
Welche Tiefe war richtig?
Was passiert, wenn die Klinge auch die Trägerfolie durchschneidet?
Nach dem Schnitt sitzt dein Motiv noch in einer Folienbahn. Beim Entgittern hebst du mit einem Haken alle überflüssigen Reste rund um das Motiv ab — übrig bleibt nur das Zeichen. Danach legst du Transferfolie darüber, ziehst alles in einem Stück ab und klebst es blasenfrei auf die Oberfläche. Die Transferfolie hält dabei alle Teile in der richtigen Anordnung.
Bring die Schritte in die richtige Reihenfolge.
Dein Zeichen ist geschnitten. Tippe alle weißen Folienreste weg, bis nur noch das magentafarbene Signet übrig bleibt.
Warum darf die Klinge die Trägerfolie nicht durchschneiden?
Wozu dient die Transferfolie?
Für Textil nimmst du Flexfolie (HTV). Sie wird mit einer Transferpresse oder dem Bügeleisen aufgebügelt. Wichtig: Du schneidest sie mit der glänzenden Seite nach unten — und musst das Motiv vorher spiegeln, weil du die Folie umdrehst. Sonst steht dein Zeichen seitenverkehrt auf dem Shirt.
Stell den Auftrag für die Flexfolie sicher ein. Erst wenn alles stimmt, läuft der Plotter.
Geschnitten, entgittert, gespiegelt, aufgepresst. Jetzt der Test: Hält das Zeichen — und steht es richtig herum?
Was schneidest du als Nächstes? Wähle eine Idee oder bring deine eigene.
Stark gemacht. Du weißt jetzt, was ein Plotter schneidet, beherrschst den Kiss Cut, kannst entgittern und übertragen — und hast Flexfolie richtig (gespiegelt!) aufs Textil gebracht.
Hinweis für die Homepage: PDF-Button mit eurer Schneideplotter-Handreichung verlinken.